Praxisintegrierte Ausbildung (PiA)

Lernfeld 6: Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren

Ausgehend von den curricularen Vorgaben für die Fachschule für Sozialpädagogik in ihrer jeweils aktuellen From orientiere ich mich um Unterricht an der folgenden modularisierten Struktur: 

  1. Organisation entwickeln und Qualität sicher
    • Trägerstrukturen, Finanzierungs- und Rechtsgrundlagen sozialpädagogischer Einrichtungen
    • Organisationsmodelle, Organisationsentwicklung
    • Qualitätsentwicklung
    • Konzeptentwicklung
    • konzeptionelle Ansätze zur Gestaltung des Alltagslebens in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  2. Teamentwicklung analysieren und gestalten
    • Teamarbeit und Teamentwicklung
    • Rollen und Funktionen im Team/ Leitungsaufgaben
    • multiprofessionelle Teams
    • Konfliktlösungsmodelle und Unterstützungssysteme für Teams
    • Öffentlichkeitsarbeit
  3. In Netzwerken kooperieren
    • Vernetzung im Sozialraum
    • Netzwerke in Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe und mit anderen Bildungsinstitutionen

Quelle: Westermann-Verlag
Quelle: Westermann-Verlag

Die Modularisierung geht dabei zurück auf »Fthenakis, W.E., Ledig, M., Merget, G., Püttmann, C., Uhlendorff, U., Weyhe, H. (Hrsg.) (2019): Erziehen als Profession. Bd. 2. Braunschweig: Westermann«, welches uns auch bei der Erarbeitung einer beruflichen Handlungssituation unterstützt.

Wollen Sie mehr über da Konzept der Lehrbücher (Bd. 1 und 2) erfahren, so finden Sie hierzu ein Video »»»

Quelle: Westermann-Verlag
Quelle: Westermann-Verlag

Mehr über das Lehrbuch »Erziehen als Profession. Bd. 1 und 2« aus der Reihe »Kompetent erziehen« erfahren Sie unter »»» 

 

Zu Beginn Ihrer Ausbildung ist es Ihre Aufgabe, sich in ein Team zu integrieren. Daher starten wir mit dem Modul 2. Entsprechend unterstützen die Seiten 605-650 Ihre Kompetenzentwicklung hinsichtlich des Aufgabenbereiches »Teamentwicklung analysieren und gestalten«.


1. Berufliche Handlungssituation

zu erwerbende Schlüsselqualifikation

Sie verfügen über Fähigkeiten und Fertigkeiten, die eigene Teamsituation auf der Grundlage von Kriterien wahrzunehmen und zu beschreiben.

Einstiegsszenario »Jan und Ben«

Jana und Ben stehen am Anfang ihrer Ausbildung zur/ zum staatlich anerkannten Erzieher*in. Beide haben sich für die praxisintegrierte Ausbildungsform entschieden. Die erste Phase der Ausbildung steht unter dem Motto »Ankommen und sich orientieren: Entwicklung eines Konzeptes der zukünftigen Berufsrolle«. Das Motto gilt sowohl für den Lernort »Praxis« als auch für den Lernort »Schule«.

Jana und Ben tauschen sich darüber aus, was das heißen soll. Geht es hier um Sie selbst? Oder um die Kinder? Um das Team? Wer soll denn wo ankommen?

Über das Berliner Eingewöhnungsmodell haben beide schon etwas gehört. Über Aufgaben und Herausforderung, denen sie sich in ihrem Wunschberuf stellen müssen, auch. Zumindest anteilig. Eine genaue Vorstellung darüber müssen sie aber noch entwickeln.

Sie sprechen darüber, wie sie im Team der Einrichtung aufgenommen wurden.

Jana: „Meine Mentorin hat mir erstmal das Team und die Einrichtung vorgestellt. Sie hat sich dafür richtig viel Zeit genommen. Das hat mir gut getan. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass sich meine Kolleg*innen der Einrichtung viele Gedanken darüber gemacht haben, wie meine Eingewöhnung verlaufen soll.“

Ben: „Ich bin begrüßt worden und stand direkt in einer Gruppe mit Kindern. Ein echtes Konzept hatten sie eigentlich nicht. Zumindest konnte ich davon nichts erkennen.“

Beiden erinnern sich an ihre bisherigen Praxiserfahrungen aus der FOS, in denen sie viele Erfahrungen mit den Kindern, Kolleg*innen und Eltern sammeln konnte:

  • Sie waren Spiel- und Ansprechpartnerin, Trösterin, Kameradin für die Kinder.
  • Jana war die Tochter der Nachbarin.
  • Ben war mal, so seine Erinnerung, Teammitglied, mal eine bessere Reinigungskraft für die Kollegin*innen.
  • Einige Eltern haben sich bei den beiden erkundigt, wie sich ihr Mädchen/ Junge »heute gemacht hat« - das hat sie sehr gefreut-, andere haben nur wenig mit ihnen gesprochen.

Insgesamt können sich beide sehr gut daran erinnern, wie komplex das Arbeiten in einer Kindertagesstätte während der Praxisphasen war, und was alles zu berücksichtigen bzw. zu »erledigen« ist. Das deckt sich auch mit ihren jetzigen Erfahrungen im Rahmen ihrer Ausbildung.

Bei all den Aufgaben und Herausforderungen hoffen sie sehr darauf, eine sympathische, einfühlsame, aber auch fachlich versierte Praxismentor*in an ihrer Seite zu haben, die sie bei ihren Aufgaben und Wegen während der Ausbildung unterstützen kann.

An den ersten Schultagen haben sie zudem gehört, dass es für die Praxisphasen immer schriftliche Aufgaben und Lehrer*innenbesuche gibt. Jana fragt sich, was es damit auf sich hat.

Zusatzmaterial, welches wir im Unterricht erarbeiten, gibt es zu folgenden Themen

  • Bedeutung von Teamarbeit für die Arbeit von Erzieher*innen
  • Menschen leben in Beziehungen
  • Rollen und Funktionen im Team
  • Zusammenarbeit im Team
  • Teamentwicklung
  • Teamkonflikte

Am Ende der Erarbeitung blicken wir unter Verwendung eines Kompetenzcheck zurück und nach vorn.