FSP 1 • Unterstufe

Zu Beginn der Unterstufe erhalten Sie eine Einführung in die Arbeit mit beruflichen Handlungssituationen (bzw. Lernsituationen = didaktisierte berufliche Handlungssituationen).

Dazu erarbeiten Sie sich theoretische Grundlagen sowie ein Phasenmodell.

Das Arbeiten mit beruflichen Handlungssituationen liefert uns dann den didaktisch-methodischen Rahmen, mit dessen Hilfe wir uns fachtheoretische Aspekte erschließen und Kompetenzen anbahnen und (weiter-) entwickeln. 


Erziehungswissenschaft bzw. Sozialpädagogik als Fach gibt es nicht mehr. Es wird anteilig in Lernfeldern unterrichtet. In der Unterstufe arbeiten wir gemeinsam an der Entwicklung von Kompetenzen, um:

  • den Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte systematisch aufgrund wissenschaftlicher Kenntnisse (z.B. Transition, Bindung, Resilienz) und konzeptioneller Vorstellungen (z.B. Berliner Eingewöhnungsmodell) gestalten zu können (Lernfeld 5).
  • Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozesse bei Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren auf Grundlage von theoretischen Modellen zur Erklärung menschlichen Erlebens und Verhaltens (z.B. Lernthoerien, kognitive Entwicklung nach Piaget, Zone der nächsten -Entwicklung nach Wygotzki) erkennen zu können (Lernfeld 3).
  • individuelle Lern- und Entwicklungsprozesse von Kindern mit herausforderndem Verhalten (z.B. AD(H)S, Aggression, Angst) wahrzunehmen nehmen, um sie ressourcenorientiert begleiten und Inklusion aktiv fördern zu können (Lernfeld 3).

Aus den Praxisphasen bringen Sie sicherlich eigene berufliche Handlungssituationen mit, die uns helfen, ihre Kompetenzen zu erweitern und zu vertiefen.


Politik/Gesellschaftslehre wird in der Fachschule für Sozialpädagogik dem berufsübergreifenden Lernbereich zugeordnet. Mit Blick auf die inhaltlichen Schwerpunkte verbergen sich dort erziehungswissenschaftliche sowie sozialwissenschaftliche Modelle und Konzepte.

Auch in diesem Fach arbeiten wir mit beruflichen Handlungssituationen.

 

Zu Beginn befassen wir uns mit den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Dazu führen Sie u. a. ein Interview mit einer Person über 65 Jahren durch.

Im zweiten Quartal analysieren Sie den Sozialraum Ihrer Praxisstelle.

Die Auswirkungen rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen nutzen wir, um uns mit Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren intensiv zu befassen.


Das Wahlfach bzw. der Vertiefungsbereich „Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (Hilfen zur Erziehung)" ermöglicht es Ihnen ihre Kenntnisse in diesem Arbeitsfeld exemplarisch zu erweitern oder zu vertiefen.

Zu Beginn steht eine Auseinandersetzung mit den Institutionen und den rechtlichen Aufgaben im Rahmen der HzE. Wir gehen Fragen nach wie:

  • Was sind erzieherische Hilfen?
  • Wie gelangt eine Familie, ein Kind oder Jugendlicher zu einer erzieherischen Hilfe?
  • Wie verläuft ein Hilfeplangespräch?